ÜBER MICH

Allem voraus bin ich all meinen Ärzten sehr dankbar, auch wenn wir in der Länge der Zeit, die wir miteinander verbrachten nicht immer der gleichen Meinung waren.
Wenn sich das Ein oder Andere in meinen Ausführungen evtl. gegensätzlich zur Schulmedizin interpretieren lässt, sollte das nicht so verstanden werden.

Im Jahre 2004, drei Monate nach der Geburt meines zweiten Sohnes im Alter von 29 Jahren, erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Es schloss sich eine 6 monatige Chemotherapie mit einer Amputation der erkrankten Brust und das Entfernen von Lymphknoten an.

Nach ca. 6 Monaten, in meiner ersten Nachsorgeuntersuchung erhielt ich eine zweite Diagnose, Lebermetastasen.

Meine Prognose wurde auf ein halbes Jahr bestimmt und man legte mir nahe mich in ein Hospiz zu begeben, um keine großen Qualen mehr bis zu meinem Tod zu erleiden. 

Ich konnte und wollte das so nicht annehmen und verspürte Wut und die Kampfansage in mir.

Ich weiß nicht was mit mir passierte damals, aber ich sträubte mich dagegen und beschloss dagegen anzukämpfen.

Da ich selbst entscheiden wollte, wann ich sterbe, suchte ich nach den richtigen Ärzten, die mir dabei helfen sollten.

Leider stellte sich die Suche nach den Ärzten schwierig dar. 

Niemand hatte mehr Hoffnung für mich.  

Nach 4 Absagen von großen Unikliniken, fand ich in Heidelberg meine Hoffnung.

Ich begab mich in eine zweite Therapie, die mich zusätzlich auf eine andere Art belastete. Ich musste ca. 500 km von zu Hause weg.                                                

Das bedeutete, dass ich meine Kinder nicht mehr regelmäßig sehen konnte. 

Mein Gefühl drängte mich diesen schweren Weg zu gehen, auch mit der Ungewissheit, es überhaupt überleben zu können.

Wäre dies so gekommen, hätte ich noch mehr Zeit mit meinen Kindern verschenkt, aber ich wollte diese Chance nutzen, weil ich alles wollte. Ich glaubte daran, dass ich eine Besserung herbeiführen konnte, die es mir ermöglicht länger als 6 Monate zu leben. 

Mit einer Heilung habe ich nicht mehr gerechnet, aber es stellte sich heraus, dass die mentale Kraft unglaublich viel in Bewegung setzten kann.

Für mich wäre ein Bleiben in der damaligen Situation und dem Ort, der sichere Tod gewesen. 

Das bedeutete, harte konsequente Entscheidungen zu treffen, was nie meine Stärke war. 

Aber in dieser Ausnahmesituation, in der mein Leben davon abhing, war ich fähig vorher Undenkbares zu tun. 

Auf der einen Seite musste ich technisch an die Sache herantreten, um nicht in Panik zu geraten und andererseits war dringend die Verbindung zu meinem Inneren erforderlich, um meinen Weg erkennen zu können. 

So begab ich mich in eine Stadt, die mir fremd und in der ich überwiegend alleine war.

Ich wusste, dass es alles Andere als zuversichtlich war, aber dennoch war ich fest entschlossen alles zu geben, was in meiner Macht stand.

Ich wollte nicht, dass meine Kinder ohne ihre Mutter aufwachsen.

Nach einem weiteren Jahr, einer erneuten Therapie, zwei Leber-Op’s, einer Reanimation von 50 min. und der parallelen Trennung meiner Ehe, hatte ich mein Ziel tatsächlich erreicht.

Dies ging nur, in dem ich meine Situation so annahm wie sie sich zeigte und mich dem Fluss des Lebens hingab, ohne aufzugeben und mit Vertrauen die damit verbundene schlimme, lähmende und erstarrende Angst loszuwerden. Dies machte mich frei in meinem Handeln.

Ich stellte alles auf eine ganz nüchterne Weise vor mein inneres Auge. 

Verharrte ich in der Angst, hätte ich nicht frei handeln können.

Angst nimmt uns die reale Sicht.

Dadurch können wir nicht frei entscheiden und handeln.

Erst als ich auch meinen drohenden Tod akzeptierte, war ich freier und mutiger.

Ich wollte alles tun, auch wenn es am Ende nicht ausgereicht hätte, aber es war eine Chance und die wollte ich nutzen. 

Ich lernte, dass nichts kontrollierbar aber sehr wohl beeinflussbar war. 

Ich konnte es selbst nicht glauben diesen Zustand im Juni 2006 erreicht zu haben.

Die Ruhe nach dem Behandlungsabschluss war anfänglich nicht leicht für mich, denn ich war voll und ganz noch immer auf Kampf eingestellt.

Zudem war ich durch die Nahtoderfarhung zu einem anderen Menschen geworden.

Ich zog mit meinen Kindern in die Nähe der Uniklinik, da dort mein Vertrauen lag und es mir Sicherheit gab. 

In den Jahren danach hatte ich mich in rekonstruktive-Op's begeben und arbeitete an meiner Nahtoderfahrung.

Es kam nach zweieinhalb Jahren erneut zu einem Rezidiv (Rückfall).

Mein Therapievorschlag war eine erneute Chemotherapie und ich spürte, dass dies allein nicht mehr mein Weg sein würde. 

Nach drei wiederholten Krebserkrankungen war es um so wichtiger gut durchdachte  

Entscheidungen zu treffen. 

Ich glaubte, dass eine weitere Therapie im konventionellen Sinne nicht alleine helfen würde.

Im Gegenteil, ich hatte Angst  an den Folgen der Chemotherapie zu sterben. Mein Körper hätte dies ganz sicher nicht mehr überstanden-ich spürte das.

So trieb mich mein Gefühl in einer andere Richtung.

Das war der Beginn meines eigenen Weges, den ich nur durch Wissen, Vertrauen, Akzeptanz  und eiserne Disziplin erreichen konnte.

Andere Meinungen, die gegen meine Absichten des neuen Weges auf mich einprasselten, musste ich stark und diszipliniert abwehren.

Natürlich geht sowas nur, wenn man gut informiert ist.

Das war nicht immer leicht, denn bestimmte Aussagen verursachten Angst. 

Aber ich blieb bei meinem Bauchgefühl, welches mich leitete.

Alles andere wäre ein Widerstandskampf in mir gewesen. 

Wieder war nicht klar, ob ich es diesmal überleben würde.

Die einzige Chance, die ich hatte, war mich auf mein Gefühl und meinen Körper zu verlassen und mir zu vertrauen. 

Heute nach 11 Jahren Gesundheit weiß ich mehr denn je, dass dieser Weg richtig war.

Der Mensch ist keine rational denkende Maschine.

Es gibt Körper, Geist und Seele und für mich galt, dass alles zusammen im Gleichgewicht sein musste, wenn ich Heilung erlangen wollte. 

Heutige Aussagen, dass meine Genesung lediglich nur ein "glücklicher Verlauf" gewesen sei, setzen meine Bemühungen, mein Tun und meine harte Disziplin meiner eigenen Arbeit auf psychischer Ebene und meine Auseinandersetzung mit dem Krebs und meinem gesamten Leben, mit einem einzigen Schachzug ins Schachmatt. 

Diese Aussagen nach einer damaligen hoffnungslosen Prognose von 6 Monaten sind für mich kaum verständlich.

Darum bin ich davon überzeugt, dass mich die Kombination aus den verschiedenen Therapiewegen und der Glaube daran, zur Heilung geführt haben. 

 

YOGA - GANESH - BERGSTRASSE

Ernährung- Coaching- und Bewegungstraining

 bei Krebs

Telefon: 0175 98 30 218

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